Wie wählt man ein Discountzertifikat aus?
Discount-Zertifikate beziehen sich entweder auf eine Index oder eine Einzelaktie. Es sind inzwischen mehrere Tausend davon auf dem Markt. Wie wählt man also das richtige aus?
Das erste Kriterium ist der Basiswert. Um sich mit einem einzigen Zertifikat breit aufzustellen ist es sinnvoll einen Index als Basis auszuwählen, zum Beispiel den DAX oder EURO STOXX 50.
Das zweite Kriterium wäre dann die Laufzeit. Da Discount-Zertifikate immer eine begrenzte Laufzeit haben, ist es umso schwieriger das Endergebnis einzuschätzen je länger diese ist. Ziel ist also so kurz wie möglich und so lange wie nötig, um Steuerzahlungen innerhalb der Spekulationsfrist zu vermeiden. Daraus ergibt sich ein Anlagehorizont von etwas mehr als einem Jahr.
Nun wurde zwar schon deutlich eingegrenzt, es stehen aber immer noch reichlich Discount-Zertifikate zur Auswahl. Nun kommt der Cap ins Spiel. Das ist die Höchstgrenze, bis zu der Gewinne gemacht werden können. Je höher der Cap, desto mehr Gewinne sind möglich. Im Gegenzug ist aber der Discount und damit der Schutz vor Kursverlusten umso geringer. Ein großer Puffer bedeutet im Gegenzug weniger Renditemöglichkeiten.
Man muss sich also fragen, wie sich der Basiswert entwickeln wird und welche Rendite man erzielen möchte. Dann kann man anhand von Tabellen das entsprechende Discount-Zertifikat ermitteln. Diese Tabellen erhalten Sie, wenn Sie im Internet bei Banken oder Finanzportalen die entsprechenden Daten eingeben. Sie müssen dann nur noch Ihre Renditeerwartung festlegen und können dann ablesen welchen Stand der Index dazu haben muss. Am Preis erkennen Sie, wo der Risikopuffer liegt. 30,00 Euro bedeuten 3.000 Punkte bei einem Bezugsverhältnis von 1:100.
Auch der in der Tabelle ausgewiesene Cap-Abstand kann zur Auswahl des richtigen Discount-Zertifikats herangezogen werden. Wenn der Anleger beispielsweise glaubt, dass der Index weitgehend stagniert, sucht er einfach den Prozentsatz heraus, der um Null tendiert. In der Spalte maximale Rendite kann der dann trotzdem mögliche Gewinn abgelesen werden.
Sollte man der Ansicht sein, die Gefahr, dass der Index fällt, sei sehr groß, so wählt man am besten mit Hilfe des Risikopuffers aus. Eine hohe Prozentzahl bedeutet einen großen Puffer, wobei in der Spalte maximale Rendite die Prozentzahl dann immer kleiner wird.
Der Cap zeigt an, bei welchem Index-Stand die maximale Rendite erzielt wird. Diese ist selbst bei stagnierendem Index allemal höher als auf dem Sparbuch. Und hier geht es ja nicht nur um Rendite sondern auch um Sicherheit.
Außerdem besteht ja auch die Möglichkeit, für jede Situation, also steigende, fallende oder gleich bleibende Kurse das entsprechende Discount-Zertifikat auszuwählen. Und das sollte man auch tun.